Plektrum

Um Saiteninstrumente durch Zupfen der Saiten zum Klingen zu bringen, wird ein kleines Plättchen benutzt. Dies wird Plektrum, Plektron oder kurz Plek genannt. Auch regional unterschiedliche Namen wie Zupflümmel, Pick oder Spielblättchen sind geläufig.

Es ist härter als ein Fingernagel und kann somit stärkere Klänge mit weniger Kraftaufwand erzeugen. Die unterschiedlichen Materialien geben natürlich auch individuelle Klangqualitäten. So klingt ein Filzplek anders als eines aus Metall, Horn, Knochen oder Zelluloid, Nylon oder Edelstein.

Die Gestaltung ist vielfältig, wie die Spieler mit ihren Instrumenten, Stilarten und Musiken. Die Tropfenform ist am geläufigsten, aber auch ein schlichtes Dreieck oder Oval ist hier zu finden. Fingerpleks werden wie Krallen aus dem Gruselkabinett gleich eines Fingerhuts auf die Kuppe der Finger gesteckt. Sie ähneln langen, gebogenen Fingernägeln und ermöglichen ein virtuoses Spiel. Das Daumenplek hat den Sporn an der Seite angebracht, da dies ein effektiveres Spiel ermöglicht.

Beim Cembalo, einem Tasteninstrument, werden die Saiten nicht durch Hämmerchen angeschlagen. Hier ist für jede Saite ein Plektron am Werk.

Pleks gibt es als Massenware für Musiker, die sie leicht verlieren oder für jeden Einsatz – das kann innerhalb eines Vortrags durch wechselnde Spielarten öfter sein – ein Neues nehmen.

Für Liebhaber und solche Musiker, die sich liebevoll mit diesem Instrument verwachsen fühlen, gibt es natürlich auch einzeln angefertigte Unikate. Eine Edelsteinscheibe, fein poliert mit einzigartiger Maserung beispielsweise, ein Edelstahlstück mit Tribal oder ein Kunststoffplek mit individuellem Schriftzug oder Bild sind nur wenige der unzähligen Möglichkeiten. Auch als Schmuckstück an der Kette zu tragen ist ein Pick sehr chic.

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